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Scherben

Serktus

n einem fernen Königsland,
der König hoch erfreut,
da seine Frau Lasenia,
ein Kind ihm schenkte heut.

Das Volke nun ein Fest groß gab,
mit Wachteln und mit Met,
zur Ehre des Königspaars,
an dessen Rosenbeet.

Püppchen, Püppchen leide,
keiner hat’s gesehen,
Püppchen, Püppchen leide,
Serktus wird die Fäden ziehen.


Doch war die Freude nicht sehr lang,
ein Fremder zog ins Land,
sein Antlitz gar so fürchterlich,
pechschwarz war sein Gewand.

Die Weiden sangen mit dem Wind,
als er vorbei gegangen,
"Er wird dem Volke Pech bescheren,
jene Herzen mit Kälte fangen."

Püppchen, Püppchen leide,
keiner hat’s gesehen,
Püppchen, Püppchen leide,
Serktus wird die Fäden ziehen.


Der Fremde ward von Hass erfüllt,
er wollte finstre Rache,
der König mit der Klinge einst,
seinem Bruder den Garaus machte.

So hob er seinen Zauberstab,
und sprach ein Fluch aufs Land,
der alle Herzen zu Eis gebar,
die Fäden nun in seiner Hand.

Püppchen, Püppchen leide,
keiner hat’s gesehen,
Püppchen, Püppchen leide,
Serktus wird die Fäden ziehen.


Ein Puppenspieler war er einst,
das Holz in seinen Händen lebte,
bis auf die Nacht im Mondenschein,
Fäden aus finstrer Magie er webte.


Der Winter ging, der Frühling kam,
die Blumen sprossen lieblich zart,
man nur noch Steinruinen fand,
wo einst das prächtge Schlosse ward.

Püppchen, Püppchen leide,
keiner hat’s gesehen,
Püppchen, Püppchen leide,
Serktus wird die Fäden ziehen.


Das Volke, selbst das Königspaar,
sie fanden nicht den Mut,
zu bieten Serktus gar die Stirn,
so säte er Hass und Wut.

Dort drüben auf dem Hügel nun,
bestückt mit Moos schlicht fein,
kann man das bittre Ende sehn,
dort schlafen die Gräber aus Stein.

Püppchen, Püppchen leide,
keiner hat’s gesehen,
Püppchen, Püppchen leide,
Serktus wird die Fäden ziehen.
24.6.07 13:48


Balduin

Mein guter, alter Balduin
so lang ist es nun her
als ich in deinen Armen lag
mein Herz ist mir so schwer

Der Wind spielt heut die Melodie
die einst die Träume fingen.
Die Äste nun schon fort von dir
an denen Früchte hingen.

All dein Leben ist erstickt
ich kann es nicht verstehen.
Raben kreisen lautlos nur
wenn wir uns wiedersehen.

Mein guter, alter Balduin
so lang ist es nun her
als ich in deinen Armen lag
mein Herz ist mir so schwer

Du trägst in deinen Wurzeln noch,
den Kummer meiner Welt.
Hab ich an jedem Regentag
mein Leid dir sanft erzählt.

Gebrochen liegst du vor mir nun
es bricht mir fast das Herz.
Wo einst die Liebe stark wie Stein
dort fühl ich nur noch Schmerz.

Mein guter, alter Balduin
so lang ist es nun her
als ich in deinen Armen lag
mein Herz ...
es ist so schwer
24.6.07 13:21


Drei Pforten

Drei Pforten öffneten sich mir Die eine ließ mein Innerstes erfreuen - die Pforte der Liebe Die andere ließ mich erzittern – die Pforte des Verderbens Die Letzte jedoch verschloss sich vor mir – die Pforte der Versuchung Die Pforte mit dem Glück inne wählt ich zuerst. Doch auch die, die sich mir nicht zeigte… hatte ihren Reiz. Mein Verstand zog sich zur einen jedoch auch zur anderen hin Schallend flog die Zweite ins Schloss. Haha, diese Wahl fiel wahrlich nicht bleiern… In ihr hausten schartige Kreaturen, die mein Gemüt beirrten. Ein Donnern und Grollen ertönte, erboste, ein Wirbeln und Zwirbeln auf festem Stein. Sie tanzten und tobten, sie brachen Gesetze und polterten mit festen Hieben auf mein fleischliches Sein Dort,...die Gnade,... o süße Erlösung Ein Schlüssel aus Gold der sich vor meinem Stolz im Unrat verkriechen wollt. Des Teufels Werk geschmiedet aus Zwietracht? Sollt ich ihn greifen? Oder doch besser fliehen? Da erschien am himmlischen Gefilde eine Göttin auf zartem Fuße, ohne Geleit… „Törichter Narr“, so psalmodierte es aus süßen Lippen. „Wie könnt ihr es wagen, der Pforte der Liebe zu widerstehen?“ Da erkannte ich sie… Doch all mein Flehen, all mein Betteln tauchte still ins Erdreich ein. Schon umschlungen knarrend Äste, meinen feuchten bibbernd Leib. So verschloss sie auch die Dritte, die in Liebe tief getaucht. Schmerzend Schreie, klaffend Wunden mir mein Augenlicht beraubt. Ein Zyklon aus wehend Winden erfasste meine nackte Haut, windend, blind und unbeholfen... befahl SIE mir, eine der Drei zu erwählen… Ich Narr... lief geradewegs in mein Verderben...
24.6.07 13:20



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