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Seele

Des Waldes Mädchen

Zur Abendstund im Wald der Seelen

Mein Herz betrübt des Kummers müd,
es wog so schwer mein Leben.
Ein End wollt ich dem allen setzen,
der Mut mich längst schon hat verschmäht.

Auf einer Lichtung nah am Waldrand
erspähte ich zur Geisterstund
ein Mädchen mit pechschwarzer Mähne.
Sie stand nur da mit ausgedörrten Rosen,
die umschlungen ihre fahle Haut.

Der Wind streichelte ihr zart Gesicht,
als wäre er ihr liebend Schutzherr.
Sie schenkte mir ein zaghaft Lächeln,
und hob vom Erdreich etwas empor.

Ein Kleinod funkelnd wie ein Stern,
tat sich in ihrer feinen Hand nun auf.
Es raunte durch der Bäume Wipfel
als wären alle Geister still erwacht.

Ich sank ehrfürchtig vor ihr zu Boden,
fühlte, wie das Gehölz mein Leib erfasst.
Die Wurzeln der Uraltbäume haschten
nach meinem kläglich Sein.

Da erhob sie anmutig ihre Hände,
wie ein Meister dies nur verrichten würd.
Als wolle sie mit ernster Miene
dirigieren die stets widerwillige Natur.

Mein Herz schlug aus Angst so laut,
das ich selbst es hören konnte.
Doch der Strang an meiner Kehle
löste sich in Wohlgefallen auf.

Nun warf sie himmelwärts
die leuchtend Perle
Ich verfolgte sie mit meinem Blick
So gab des Waldes Mädchen ...

~**mir mein Lebensmut zurück**~
24.6.07 13:22


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