______Why am I here? Gratis bloggen bei
myblog.de

Herabrieselnd

Leise rinnt der Regen am Fenster entlang. Zähren des Himmels dessen Weg einsam, von Wolken sanft geweckt - herabrieselnd. Perlen wundersame Kunst auf Blütenstaub, küssend Morgengruß, auf schlafend Träume. Schwingenschlag des jung Erwachens, zart haltend, genießend die Zusammenkunft. Verneigend sich die Blätter senken, Freiheit gebend bis zur Unendlichkeit. Fallen lassen… Sanft ins weiche Moos gestreut, ruhend eine Weile, aufgefangen. Im stillen führt der Weg ins Dunkle, durch Wurzellandschaft der Natur. Müßig, kalt, allein gelassen – Melancholie Ein Fließ singt seine freudig Weise, sucht entlang an Steinen seinen Weg. Trägt die Zähren auf seichtem Reigen, zurück ins endlos Himmelreich.
24.6.07 13:02


Unsichtbar

Einst von vielen Händen gestreichelt,
von vielerlei leeren Worten geliebt.
Steige ich unsichtbar hinab...

Unsichtbar begegne ich Dir...
Unsichtbar sehe ich Dich an...
Unsichtbar werde ich bleiben...

Lange Zeit in den Himmel gehoben,
schon vergessen nach einer Weile.
Dem strahlend Glanze verblasst...

Unsichtbar werde ich wandeln...
Unsichtbar atmen den süßen Duft...
Unsichtbar berühre ich Dich...

Viele Gedanken flüchtig verschwendet,
Herzen gebrochen zersplittert wie Eis.
Kälte schleicht frierend dahin...

Unsichtbar schmecke ich Dich...
Unsichtbar in jedem Winkel...
Unsichtbar für alle Zeiten...
24.6.07 13:09


Moor

Klagelied aus der Ferne

Bei Nacht und Nebel
legte er mich ab
ins schwarze Moor



Er
Aus weiter Ferne klingt ihr Lied
geht mir durch Mark und Bein.
Es ist die Schöne aus dem Morast,
die mich verfolgt mit ihrer Weise.

Sie
Mein Herz ist kalt so endlos leer,
du den ich einst geliebt so innig.
Hast mich gebettet in der Nacht,
im tiefen schwarzen Moor.

Er
Hör endlich auf zu klagen Liebes,
mein Verstand reißt mich in Stücke.
Das was ich tat geschah aus Liebe,
versteh doch… sei doch endlich still!

Sie
Komm Liebster, komm schon her
möcht’ dir eisig Lippen schenken.
Deine Haut mit meiner zehren,
bis du kalt... genau wie ich.

Er
Ihr Ruf lockt mich, lässt mich wandeln,
widerstehen, ich muss widerstehen.
Die silbrig Kette die mich schmückt,
zieht mich hinab zu ihr ins Ried.

Sie
Jedes Glied aus Silber an dir zerrend,
bis der Schwarze dich ruht neben mir.
Vereint wir dann zu gleichen Stücken,
Silber der Mond und Schwarz das Moor
24.6.07 13:10


Drei Pforten

Drei Pforten öffneten sich mir Die eine ließ mein Innerstes erfreuen - die Pforte der Liebe Die andere ließ mich erzittern – die Pforte des Verderbens Die Letzte jedoch verschloss sich vor mir – die Pforte der Versuchung Die Pforte mit dem Glück inne wählt ich zuerst. Doch auch die, die sich mir nicht zeigte… hatte ihren Reiz. Mein Verstand zog sich zur einen jedoch auch zur anderen hin Schallend flog die Zweite ins Schloss. Haha, diese Wahl fiel wahrlich nicht bleiern… In ihr hausten schartige Kreaturen, die mein Gemüt beirrten. Ein Donnern und Grollen ertönte, erboste, ein Wirbeln und Zwirbeln auf festem Stein. Sie tanzten und tobten, sie brachen Gesetze und polterten mit festen Hieben auf mein fleischliches Sein Dort,...die Gnade,... o süße Erlösung Ein Schlüssel aus Gold der sich vor meinem Stolz im Unrat verkriechen wollt. Des Teufels Werk geschmiedet aus Zwietracht? Sollt ich ihn greifen? Oder doch besser fliehen? Da erschien am himmlischen Gefilde eine Göttin auf zartem Fuße, ohne Geleit… „Törichter Narr“, so psalmodierte es aus süßen Lippen. „Wie könnt ihr es wagen, der Pforte der Liebe zu widerstehen?“ Da erkannte ich sie… Doch all mein Flehen, all mein Betteln tauchte still ins Erdreich ein. Schon umschlungen knarrend Äste, meinen feuchten bibbernd Leib. So verschloss sie auch die Dritte, die in Liebe tief getaucht. Schmerzend Schreie, klaffend Wunden mir mein Augenlicht beraubt. Ein Zyklon aus wehend Winden erfasste meine nackte Haut, windend, blind und unbeholfen... befahl SIE mir, eine der Drei zu erwählen… Ich Narr... lief geradewegs in mein Verderben...
24.6.07 13:20


Balduin

Mein guter, alter Balduin
so lang ist es nun her
als ich in deinen Armen lag
mein Herz ist mir so schwer

Der Wind spielt heut die Melodie
die einst die Träume fingen.
Die Äste nun schon fort von dir
an denen Früchte hingen.

All dein Leben ist erstickt
ich kann es nicht verstehen.
Raben kreisen lautlos nur
wenn wir uns wiedersehen.

Mein guter, alter Balduin
so lang ist es nun her
als ich in deinen Armen lag
mein Herz ist mir so schwer

Du trägst in deinen Wurzeln noch,
den Kummer meiner Welt.
Hab ich an jedem Regentag
mein Leid dir sanft erzählt.

Gebrochen liegst du vor mir nun
es bricht mir fast das Herz.
Wo einst die Liebe stark wie Stein
dort fühl ich nur noch Schmerz.

Mein guter, alter Balduin
so lang ist es nun her
als ich in deinen Armen lag
mein Herz ...
es ist so schwer
24.6.07 13:21


Des Waldes Mädchen

Zur Abendstund im Wald der Seelen

Mein Herz betrübt des Kummers müd,
es wog so schwer mein Leben.
Ein End wollt ich dem allen setzen,
der Mut mich längst schon hat verschmäht.

Auf einer Lichtung nah am Waldrand
erspähte ich zur Geisterstund
ein Mädchen mit pechschwarzer Mähne.
Sie stand nur da mit ausgedörrten Rosen,
die umschlungen ihre fahle Haut.

Der Wind streichelte ihr zart Gesicht,
als wäre er ihr liebend Schutzherr.
Sie schenkte mir ein zaghaft Lächeln,
und hob vom Erdreich etwas empor.

Ein Kleinod funkelnd wie ein Stern,
tat sich in ihrer feinen Hand nun auf.
Es raunte durch der Bäume Wipfel
als wären alle Geister still erwacht.

Ich sank ehrfürchtig vor ihr zu Boden,
fühlte, wie das Gehölz mein Leib erfasst.
Die Wurzeln der Uraltbäume haschten
nach meinem kläglich Sein.

Da erhob sie anmutig ihre Hände,
wie ein Meister dies nur verrichten würd.
Als wolle sie mit ernster Miene
dirigieren die stets widerwillige Natur.

Mein Herz schlug aus Angst so laut,
das ich selbst es hören konnte.
Doch der Strang an meiner Kehle
löste sich in Wohlgefallen auf.

Nun warf sie himmelwärts
die leuchtend Perle
Ich verfolgte sie mit meinem Blick
So gab des Waldes Mädchen ...

~**mir mein Lebensmut zurück**~
24.6.07 13:22


Milchig Schleppe

Ein kindlich Leben welches nicht mehr blühen wollte, schlich auf aschfahlen Flügeln schweigend davon. Gleichen Schritts gegen die Uhrzeit wandelnd, jedoch niemals ohne Glanz gezeichnetes Gesicht. Köpfchen hängend, im Winde gefangene Gedanken, schlaflos eingetaucht in des Weihers Ruhe. Milchig Schleppe zerrt uferlos durch Dornenhecken, verwundete Eitelkeiten jene sich von Schmerzen nähren. Kriechend greise Noema ins Trübe der Vergänglichkeit, verharren dünkelhaft in ihrem Selbstmitleid. Abertausende Tränen vereint zu einem Gemälde, abschweifend vom Lebenskreis grotesker Zeit. Lieblos hingeworfene Maske drapiert aus Edelstein, zum schmelzen verurteilt… um Gnade flehen? Abgelehnt! Köpfchen hängend, im Winde gefangene Gedanken, schlaflos eingetaucht in des Weihers Ruhe.
24.6.07 13:23


 [eine Seite weiter]

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Lyrik

Gedanken
Seele
Scherben
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Kontakt

Archiv
Abonnieren
Gästebuch
Kontakt
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Links

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Credits

Designer
Pic