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Umgedreht

Zehn Schritte noch bis zum Ziel,
ich kann den Steinweg sehen,
mein Atem stockt plötzlich.

Neun Schritte noch bis zum Ziel,
ich spüre die Vertrautheit,
meine Hände beginnen zu zittern.

Acht Schritte noch bis zum Ziel,
ich verscheuche Gedanken,
mein Herz klopft wie wild.

Sieben Schritte noch bis zum Ziel,
ich starre auf die Holztür,
mein Körper verkrampft sich.

Sechs Schritte noch bis zum Ziel,
ich sehe dein Bild vor meinen Augen,
meine Kehle trocknet aus.

Fünf Schritte noch bis zum Ziel,
ich sammle Kraft um weiter zu gehen,
meine Augen schließen sich.

Vier Schrit…

…umgedreht!
24.6.07 13:30


Alptraum

Wenn ich des Nachts die Augen schließe,
der Alptraum seinen kalten Schleier legt.
Den Kuss des Grauens er mir schenkt,
sich mein Körper in dieser Welt bewegt.

Ich trete ein ins Haus meiner Gedanken,
die Bosheit und der Hass wohnen dort.
Verflucht und schrecklich ist der Schleier,
der Wesen und der Geister finstrer Ort.

Dunkel und böse sind die vielen Zimmer,
Die Wände können scheinbar sehen.
In einem Schrank aus Eichenholz,
kann ich ein totes Kind erspähen.

Die Augen schwarz und unbelebt,
steht es da in seinem kurzem Kleide.
Das Gesicht so grässlich blass,
in der Hand die Teufelsschneide.

Dort hinten die lange Eisentreppe,
Schritte hören kann man immer dort.
Trägt auf seinen blanken Stufen,
die Toten ins Reich des Lichtes fort.

Böse Blicke dringen durch Gemälde,
Schreie schallen in die Nacht hinaus.
Zitternd und mit offenen Augen,
wandle ich durch dieses Geisterhaus.

Eine Frau mit dunkelrotem Haar,
schwebte gerade am Kamin vorbei.
Schaute mich an; mit leuchtend Augen,
der Schleier der Träume doch zerrissen sei!

Am Boden kriecht ein langer Schatten,
schlängelt sich leise zu einer Türe hoch.
Gefolgt von Maden und von Motten,
verschwindet dort im Schlüsselloch.

Der Ekel überkommt meinen Körper,
schließe meine müden Augen leicht.
Das alles ist noch lange nicht vorbei,
der Schleier nicht von meiner Seite weicht...
24.6.07 13:29


Kerzen brennt

Leises Wimmern kann man hören,
kratzen an der dicken Wand.
Ein Mann in einem dunklen Mantel,
hält einen Teddy in der Hand.

Ein altes Haus versteckt im Walde,
in seinen Mauern sich Schreie binden.
Zwei Menschen weinen, suchen weiter,
werden ihre Tochter niemals wieder finden.

~Kerze, brenn halt dein kleines Licht~

Stürmisch jagt der Wind durchs Land,
wirbelt in die Luft Baum und Haus.
Eine Überflutung reißt alles nieder,
löscht damit so viele Leben aus.

Die Natur hält ihre Opfer fest in kalter Hand,
Zerstörung ist kein fremdes Wort für sie.
So nimmt sie sich auch junges Leben,
Fragen nach dem warum, beantwortet sie nie.

~Kerzen, brennt haltet eure Lichter~

Ein blaues Auto schlängelt auf der Strasse,
der Fahrer, betrunken, hat keine Kontrolle mehr.
Zieht nicht nur sein Leben in den Tod,
sondern auch unschuldiges, hinter sich her.

Laute Schreie, Bremsen quietschen,
Scherben klirren auf die Erde nieder.
Doch Minuten später eine Stille,
siegte die Ungerechtigkeit wieder.


~Kerzen, brennt haltet eure Lichter~

Doch die Ungerechtigkeit, Sie siegte,
löschte Kerzen vieler Menschen.
Sie alle mussten sich ergeben,
hatten nicht die Kraft zu überleben...
24.6.07 13:27


Rosenblüten meiner Seele

Rückwärts fließt der Fluss meiner Seele,
die Fische in ihm tragen Ringelstrümpfe.
Die Musik schallt lautlos durch meine Adern,
und meine Augen sind ins Innere gekehrt.

Dort am Ufer liegt eine Rose,
Jemand hat sie dort abgelegt.
In der Mündung des Verstehens,
lassen sich die zarten Blüten treiben.

Rundliche Elfen tanzen im Mondenschein,
der Herr der Winde, küsst die Schatten.
Zwei Vögel sitzen auf dem Tau geküssten Moos,
was sollen sie auch machen? Ohne Flügel...

Dort am Ufer liegt eine Rose,
Jemand hat sie dort abgelegt.
In der Mündung des Verstehens,
lassen sich die zarten Blüten treiben.

Ausgedorrte Blätter meines Kummers,
schweben sacht zum lilablauen Horizont.
Der Mond in seinem satten, reinen Grau,
sucht mit seinen Strahlen nach Motten.

Dort am Ufer liegt eine Rose,
Jemand hat sie dort abgelegt.
In der Mündung des Verstehens,
lassen sich die zarten Blüten treiben.

Dornenranken zart um meine Lippen gelegt,
liebkosen sie bei jedem lauten Schweigen.
Mein toter Körper lebt sich in die Nacht,
streckt sich dem lustvollen Sterben entgegen.

Dort am Ufer liegt eine Rose,
Jemand hat sie dort abgelegt.
In der Mündung des Verstehens,
lassen sich die zarten Blüten treiben.

Der Fluss trägt nun all die Blüten in sich,
all das Liebliche der verhungerten Natur.
Trotz Quell des Lebens voller Hoffnung,
starb an gleicher Stelle die Rose mit mir…
24.6.07 13:24


Milchig Schleppe

Ein kindlich Leben welches nicht mehr blühen wollte, schlich auf aschfahlen Flügeln schweigend davon. Gleichen Schritts gegen die Uhrzeit wandelnd, jedoch niemals ohne Glanz gezeichnetes Gesicht. Köpfchen hängend, im Winde gefangene Gedanken, schlaflos eingetaucht in des Weihers Ruhe. Milchig Schleppe zerrt uferlos durch Dornenhecken, verwundete Eitelkeiten jene sich von Schmerzen nähren. Kriechend greise Noema ins Trübe der Vergänglichkeit, verharren dünkelhaft in ihrem Selbstmitleid. Abertausende Tränen vereint zu einem Gemälde, abschweifend vom Lebenskreis grotesker Zeit. Lieblos hingeworfene Maske drapiert aus Edelstein, zum schmelzen verurteilt… um Gnade flehen? Abgelehnt! Köpfchen hängend, im Winde gefangene Gedanken, schlaflos eingetaucht in des Weihers Ruhe.
24.6.07 13:23


Des Waldes Mädchen

Zur Abendstund im Wald der Seelen

Mein Herz betrübt des Kummers müd,
es wog so schwer mein Leben.
Ein End wollt ich dem allen setzen,
der Mut mich längst schon hat verschmäht.

Auf einer Lichtung nah am Waldrand
erspähte ich zur Geisterstund
ein Mädchen mit pechschwarzer Mähne.
Sie stand nur da mit ausgedörrten Rosen,
die umschlungen ihre fahle Haut.

Der Wind streichelte ihr zart Gesicht,
als wäre er ihr liebend Schutzherr.
Sie schenkte mir ein zaghaft Lächeln,
und hob vom Erdreich etwas empor.

Ein Kleinod funkelnd wie ein Stern,
tat sich in ihrer feinen Hand nun auf.
Es raunte durch der Bäume Wipfel
als wären alle Geister still erwacht.

Ich sank ehrfürchtig vor ihr zu Boden,
fühlte, wie das Gehölz mein Leib erfasst.
Die Wurzeln der Uraltbäume haschten
nach meinem kläglich Sein.

Da erhob sie anmutig ihre Hände,
wie ein Meister dies nur verrichten würd.
Als wolle sie mit ernster Miene
dirigieren die stets widerwillige Natur.

Mein Herz schlug aus Angst so laut,
das ich selbst es hören konnte.
Doch der Strang an meiner Kehle
löste sich in Wohlgefallen auf.

Nun warf sie himmelwärts
die leuchtend Perle
Ich verfolgte sie mit meinem Blick
So gab des Waldes Mädchen ...

~**mir mein Lebensmut zurück**~
24.6.07 13:22


Balduin

Mein guter, alter Balduin
so lang ist es nun her
als ich in deinen Armen lag
mein Herz ist mir so schwer

Der Wind spielt heut die Melodie
die einst die Träume fingen.
Die Äste nun schon fort von dir
an denen Früchte hingen.

All dein Leben ist erstickt
ich kann es nicht verstehen.
Raben kreisen lautlos nur
wenn wir uns wiedersehen.

Mein guter, alter Balduin
so lang ist es nun her
als ich in deinen Armen lag
mein Herz ist mir so schwer

Du trägst in deinen Wurzeln noch,
den Kummer meiner Welt.
Hab ich an jedem Regentag
mein Leid dir sanft erzählt.

Gebrochen liegst du vor mir nun
es bricht mir fast das Herz.
Wo einst die Liebe stark wie Stein
dort fühl ich nur noch Schmerz.

Mein guter, alter Balduin
so lang ist es nun her
als ich in deinen Armen lag
mein Herz ...
es ist so schwer
24.6.07 13:21


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